Der wichtigste Teil passiert vor der Behandlung

Über Prophylaxe, Gewohnheiten und die Lücke zwischen Wissen und Tun.

6 Min. Lesezeit Prophylaxe

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Es gibt eine Zahl, die man als Zahnarzt nicht gern ausspricht: Ein großer Teil dessen, was ich am Tag behandle, wäre vermeidbar gewesen. Nicht durch bessere Technik, nicht durch teurere Materialien – sondern dadurch, dass jemand ein paar Jahre früher etwas anders gemacht hätte.

Wissen ist nicht das Problem

Fast alle wissen, dass Zucker Karies begünstigt und dass man zweimal täglich putzen soll. Trotzdem sitzt derselbe Mensch drei Jahre später mit einem Loch im Zahn vor mir. Wissen ist selten der Engpass. Der Engpass sind Gewohnheiten, Stress, Zeit, manchmal Scham.

Deshalb frage ich im Termin lieber, wie ein normaler Abend aussieht, als eine Belehrung über Zahnseide zu halten.

Die drei Dinge, die tatsächlich etwas ändern

  1. Regelmäßigkeit schlägt Intensität. Zweimal ordentlich ist besser als einmal verbissen.
  2. Die Zwischenräume. Dort entsteht ein großer Teil der Schäden – und dort putzt kaum jemand.
  3. Der Termin, der nicht weh tut. Wer nur kommt, wenn es schmerzt, kommt immer zu spät.

Was das für die Praxis heißt

Ergänzen: Wie handhaben Sie Prophylaxe konkret – Intervalle, Team, Ablauf?

Mir ist es lieber, jemand kommt zehnmal umsonst als einmal zu spät. Das kostet Termine. Es spart Zähne.

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Quellen und weiterführende Links

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